Madagaskar – was für ein spannendes Land

Für Anfang November 2025 ist die Fotoreise nach Madagaskar geplant – eine gute Zeit, um Madagaskar zu bereisen. Am 25. September aber gibt es massive Unruhen in der Hauptstadt Antananaviro, genannt Tana, mit 22 Toten. Was bedeutet das für unsere Tour? Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Madagaskar, Air France setzt die Flüge nach Madagaskar aus und ich mache mir sehr viele Sorgen, ob die Reise denn überhaupt stattfinden kann. Rücksprachen mit meinem Guide in Madagaskar und anderen Madagaskarkennern, beruhigen mich ich aber erst einmal ein wenig und die Devise heißt abwarten. So verstreichen gut 3 Wochen mit immer den gleichen Nachrichten, die sich auf die Ereignisse am 25. September beziehen. Mein Guide, der mit anderen Touristen unterwegs ist, sagt mir mehrfach, dass alles ruhig sei und auch die stattfindenden Demonstrationen sehr friedlich verlaufen. In kürzester Zeit wird der Präsident abgesetzt, ein neuer vereidigt und tatsächlich verschwindet ca. 10 Tage vor der Reise die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Mir fallen viele Steine vom Herzen und der Reise nach Madagaskar steht nichts mehr im Weg. Leider hat sich ein Teilnehmer von den Ereignissen so sehr abschrecken lassen, dass er die Reise storniert hat. Wie schade für ihn, zumal wir eine super schöne Zeit gehabt haben. Nun aber erst einmal ein wenig der Reihe nach…

Nachdem alle Gäste in Tana angekommen sind, geht es am nächsten Morgen los in Richtung Ostküste. Chamäleons und Lemuren stehen auf der fotografischen Wunschliste und wir werden wie immer nicht enttäuscht. Ganze 4 Tage verbringen wir an der Ostküste in einem kleinen Tierparadies, wo neben den Lemuren und Chamäleons auch der Besuch eines keinen Fischerdorfes und die Fotografie des sehr scheuen und nachtaktiven Aye Ayes auf dem Programm stehen. Es ist immer wieder schön dort zu sein und sich von der unglaublichen Tierwelt verzaubern zu lassen.

Sehr mühsam sind allerdings die Straßen und es ist nicht wirklich besser geworden in den letzten 2 Jahren. So schafft man manchmal nur 30km in der Stunde, was alles andere als schnelles Reisen ist. Entschädigt wird man aber durch die unendlich vielen Eindrücke von der Lebensweise der Menschen in Madagaskar, die so unvorstellbar anders ist als unsere in Europa. Nach meiner subjektiven Einschätzung gibt es noch mehr Kinder und junge Menschen auf den Straßen, was alles andere als gut für ein Land wie Madagaskar ist. 2024 waren 39,4 Prozent der Bevölkerung Madagaskars unter 15 Jahre alt und das Durchschnittsalter liegt bei 18 Jahren… Dennoch nehmen wir die Madagassen als ein sehr freundliches und auch zufriedenes Volk war, was wirklich schön ist.
Nach diesen schönen Tagen an der madagassischen Ostküste geht es zurück in die Hauptstadt Madagaskars Tana, nicht ohne noch einmal bei den Lemuren und Chamäleons angehalten zu haben. Dabei bieten uns besonders die Sifaka Lemuren noch einmal eine ganz besondere Show.

Wir haben ein sehr schönes Hotel direkt im Zentrum der Stadt, genießen das leckere Essen incl. Cappuccinos und unternehmen am folgenden Morgen einen Rundgang über den Markt von Tana, der nicht ansatzweise mit einem Markt in Hamburg oder anderen europäischen Städten zu vergleichen ist. So etwas muss man einfach einmal im Leben gesehen haben.

Über Antsirabe geht es weiter nach Morondava, wo die berühmte Baobab Allee auf uns wartet. Wir beziehen wieder ein traumhaftes Hotel und machen uns sogleich auf zu den ungewöhnlichen Bäumen Wir haben Glück mit dem Sonnenuntergang, aber leider gibt es recht viele Touristen. Am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang sind wir aber ganz allein und können viele tolle Bilder machen.

Das soll es aber nicht gewesen sein. Vor Jahren habe ich eine von Touristen unendeckte Stelle mit unglaublichen Baobabs gefunden, die nur von neugierigen Kindern besucht wird, mit denen wir viel Spaß haben. Ein Ort, der die eigentlich Baobab Allee total in den Schatten stellt. Hoffentlich bleibt dieser Ort auch weiterhin möglichst unbekannt…

Zurück geht es über Antsirabe in den Ranofama National Park, wo wir abends bei völliger Dunkelheit Chamäleons am Straßenrand fotografieren. Es ist einfach unglaublich, wie viele Chamäleons man da finden kann. Sie gut zu fotografieren ist aber alles andere als leicht…

Das nächste große Highlight auf unserer Tour sind die Ringelschwanz Lemuren, die dieses Jahr noch viel besser performen als vor 2 Jahren. Es gibt viel zu tun, um diese quirligen Tiere mit der Kamera einzufangen. Ringelschwänze mit Sonne im Rücken, Ringelschwänze vor schwarzen Hintergrund, Ringelschwänze im Gegenlicht, Portraits von den Ringelschwänzen mit ihren Babys, Ringelschwänze in der Landschaft, usw….. In unserem kleinen schönen Countryhotel können wir immer zwischendurch bei leckerem Essen entspannen und die gemachten Bilder begutachten. Ein besonderes Highlight ist aber das Fliegen mit der Drohne über einfach unglaublichen Reisfeldern. So schön 😊. Schade nur, dass nicht alle eine Drohne dabei hatten….

Nach so vielen Lemuren und Chamäleons geht es weiter in die Isalo Bergwelt. Natürlich steht das Isalo Fenster zum Sonnenuntergang auf dem Programm. Der Sonnenuntergang kündigte sich großartig an, hält aber dann nicht, was er zuvor versprochen hat. Dafür können alle Teilnehmer sehen, was man noch für tolle Bilder machen kann, wenn alle anderen Touristen längst den magischen Ort verlassen haben und nur noch ein wenig Restlicht die Szenerie erleuchtet.

Natürlich darf eine kleine Wanderung während der Tour nicht fehlen. Ziel ist ein wunderschöner natürlicher Badepool, mitten in den Bergen gelegen, mit kristallklarem und erfrischendem Wasser. Als uns unser Guide dann auch noch mit einem tollen Lunch überrascht, das er von Trägern hat reintragen lassen, ist der Ausflug perfekt. Nicht zu vergessen ist unser Aufenthalt in einem beeindruckenden Hotel mit wunderschönem Pool, das perfekt in die Berglandschaft integriert ist. Besser geht‘s nicht….

Sehr, sehr früh geht es los, um rechtzeitig an den Hafen von Toliar zu gelangen, von wo aus uns ein Boot zu unserer letzten Lokation bringt. Wenn man später ankommt, können die Wellen auf dem Meer hoch sein und die Fahrt nicht mehr sehr angenehm. Am Hafen heißt es erst einmal Abschied nehmen von unseren Fahrern, die uns sicher und zügig durch dieses beeindruckende Land gefahren haben. Vielen Dank noch einmal an alle!

Direkt am Strand sind die wunderschönen Bungalows gelegen, die zum Relaxen, sich erholen und verarbeiten der vielen Eindrücke einladen. Natürlich fahren wir noch auf die Vogelinsel Nosy Ve, wo aber dieses Jahr die Vögel leider nicht so gut performen, wie in den Jahren zuvor. Dafür haben wir viele nette Begegnungen am Strand von Anakao und beobachten das rege Leben am Strand. Fischer kommen mit ihren kleinen Pirogen an, Kinder spielen am Strand und wir sind natürlich die Highlights – die Außerirdischen, die in der Welt der Madagassen etwas unbeholfen am Strand lang spazieren und für die alles neu und anders ist.

So verging die Zeit mal wieder viel zu schnell und man mag es kaum glauben, dass niemand von uns unter Durchfall gelitten hat. So kehren alle mit vielen Bildern, Eindrücken und Geschichten nach Europa in die Kälte zurück, während ich noch für ein paar Tage in den Norden Madagaskars fliege, um zu kiten. Leider ist der Wind nicht so kooperativ, aber ich habe in jedem Fall ein paar wunderschöne Tage zum Entspannen am Strand. Madagaskar hat uns alle wieder so begeistert, dass die nächste Tour für 2027 schon fest geplant ist.

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