Fraser Island – so beautiful... (09)

30.06.- 09.07.2023 (67. - 76. Reisetag)


Unser erstes Ziel mit dem Rockhopper soll natürlich im Norden liegen und das Auto auch ein wenig fordern.

Wir haben ein Youtube – Video über Fraser Island gesehen. Dies ist die größte Sandinsel der Welt und hier brauchen wir natürlich die Reifen, die Uwe mit so viel Energie und Einsatz schon von Deutschland aus in Brisbane gekauft hat.

Unser erster Halt in Rainbow Beach, wo wir als erstes in das Nationalparkbüro gehen. Dort lernen wir, dass man die Zeltplätze in Nationalparks immer online bucht und dafür 9€ für 2 Personen und Nacht bezahlt. Eine Plakette für 4 Wochen in den Queensländer Nationalparks kostet 54 AU $. Da sind wir ganz beruhigt. Doch wo verbringen wir die erste Nacht? Im Ort gibt es einen Wohnmobilplatz, der uns nur wenig zusagt. Außerdem hat er kein Internet, weil dies angeblich im ganzen Ort kaputt ist. Da ich an diesem Tag das 2. Modul meiner Ausbildung zur Beraterin für präeventive Sport- und Ernährungsberatung mitmachen möchte, ist das ziemlich blöd. Wir werden zu einem anderen Platz geschickt, der ein wenig mehr Platz hat und direkt am Meer liegt. Er gefällt uns besser und mit der Starlinkschüssel ist das Internet auch gut.  Schade, dass man nirgends freistehen kann.

Man nächsten Morgen geht es dann los. Wir sind sehr gespannt auf das, was auf uns zukommt. Das letzte Stück zur Fähre scheint es in sich zu haben. Vor uns bleibt schon mal ein Wohnwagengespann im Sand stecken. Als Uwe losfährt, ist er unsicher, ob er die linke oder rechte Spur nehmen soll. Links steckt das Gespann fest, rechts könnte ihm jemand von der Fähre entgegenkommen. Ich lauf los, um die erste Probe des Rockhoppers im Sand zu filmen. Dabei stelle ich schon fest, dass hier jeder so fährt, wie es ihm passt. Dabei weichen die Australier natürlich eher nach links aus. Genauso wie wir Europäer spontan nach rechts gehen. Uwe fährt rechts los und als ihm ein Auto entgegenkommt, weicht er mit Schwung nach links aus. Dafür muss er die Spur verlassen und das Auto schwankt ein wenig. Er hat die Diff-Sperre Mitte und Hinten und das Übersetzungsgetriebe eingelegt. Der Rockhopper meistert die Situation ohne Probleme. Wir sind sehr erleichtert, dass das genauso gut klappt wie auf Island. Später fahren wir auf der Insel fast immer im normalen Gang, da der Sand meistens fest ist.

Als die Fähre voll ist, geht es in 20 Minuten rüber zur Insel. Dort brausen alle Autos am Strand entlang. Zwischen der Wasserlinie und den Dünen ist der Sand fest, wobei er zu den Dünen hin weicher wird. Es wird empfohlen immer zwei Stunden vor und nach Niedrigwasser zu fahren, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h. Die Dünen sind mit Bäumen bewachsen und es gibt bestimmt Zonen, in denen es erlaubt ist, mit einem voll ausgestatteten Fahrzeug zu übernachten.


Das Gute an dem Onlinebuchungssystem ist, dass wir uns nun jeden Tag neu entscheiden können, wo wir bleiben. Dann buchen wir und gut ist. Die Plätze sind zahlreich vorhanden. Lediglich, die Stellen, an denen man Toiletten, evt. Duschen und weiteren Service erhält, sind eher ausgebucht. Wir fahren ca. 2 Stunden auf der Insel gen Norden, immer an der Küste entlang. Es ist ein wenig wie auf der Autobahn. Dann suchen wir uns in einer Campingzone einen schönen Platz, der vor dem Wind und evt. Hochwasser geschützt ist. Wir stehen unter Bäumen, die erstaunlicher Weise auf dem Sand wachsen und fühlen uns total wohl. So haben wir uns das Leben auf Tour vorgestellt. Um uns herum superschöne Natur, Stellplätze, auf denen wir ungestört sind, und die Freiheit, zu tun, was wir wollen.

In den nächsten Tagen verbringen wir viel Zeit auf unseren Campingstühlen und blicken auf den Strand und das Meer. Wir wechseln die Übernachtungsplätze und machen unterwegs auch kleinere Wanderungen in das Innere der Insel. Besonders gut gefällt es uns auf der anderen Seite der Insel beim Wathumba Swamp. Der Campingplatz dort hat nur 6 Plätze und wir haben wirklich Glück, dass wir dort für 2 Nächte bleiben können. Tagsüber stehen wir immer am Strand und genießen die tollen Farben der Bucht.

 

 


Der Rockhopper meistert alle Pisten der Insel ohne mit der Wimper zu zucken. Das erleichtert uns sehr, wobei wir im Stillen davon ausgegangen sind, dass es so ist. Aber man ist ja vor Überraschungen nie sicher.

Auf der Insel leben Dingos. Es handelt sich dabei um vor Jahrtausenden ausgewilderte Haushunde, die seitdem unabhängig vom Menschen leben (Wikipedia). Sie sind offenbar manchmal recht aggressiv und auf Schildern wird überall vor ihnen gewarnt. Wir sehen sie zwar, werden aber in Ruhe gelassen. Da sie unseren Hunden so ähnlich sind, haben wir völlig vergessen, sie zu fotografieren. Sie gehören einfach zum Bild dazu.

Nachdem wir 7 Nächte auf Fraser Island verbracht haben, kehren wir glücklich zum Festland zurück.

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