Fotoreise Japan 2026 – immer wieder ein tolles Erlebnis
Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich den Reisebericht diesmal beginnen werde. – „Es war wieder einmal superschön!“ habe ich in den letzten Jahren ja fast immer verwendet. Aber ich kann es nicht ändern: Auch wenn ich jetzt schon viele Male in Japan gewesen bin, es begeistert mich immer wieder. Ob Steller Sea Eagles, die Kraniche, Schwäne oder Snow Monkeys – ich liebe es einfach. Es ist jedes Mal anders, mal haben wir mehr Schnee, mal weniger, mal schneit es, mal regnet es (eher sehr selten), mal ist es bewölkt, mal scheint die Sonne. Und ich mache mir jedes Jahr aufs Neue viele Gedanken über das Wetter, das ich sowieso nicht beeinflussen kann, und hoffe, dass wir wieder beeindruckende Bedingungen haben werden. Dieses Jahr hatten wir eher weniger Schnee, dafür großartiges Packeis, ein wenig Schneefall und auch ab und zu mal Sonnenschein. Ein toller Mix und letztendlich hat es mal wieder sehr gut gepasst.
Und natürlich sind da noch die kulinarischen Herausforderungen – ja, die japanische Küche kann einen jeden Feinschmecker begeistern. Auf Hokkaido werden aber manchmal die Geschmacksnerven schon ein wenig strapaziert, da die Auswahl an Restaurants doch sehr bescheiden und die Fischmenüs in den Hotels teilweise etwas gewöhnungsbedürftig sind. Natürlich bekommt man in Tokyo alles, was man sich nur vorstellen kann – selbst eine deutsche Schweinshaxe, aber wer will das schon. Und ja, man kann in Tokyo hervorragend essen, aber dann wird es auch sehr schnell recht exklusiv. Dennoch gilt – Sushi ist immer extrem lecker und in den klassischen Izakaya Restaurants muss man aufpassen, dass man auf den leckeren Yakatori Spießen nicht auch einmal Hühnerknorpel oder irgendwelche Innereien serviert bekommt. Es ist immer ein kleines Abenteuer…
Schwerpunkt der Reise ist aber natürlich die Fotografie. Auch wenn es bei den Schneeaffen ordentlich getaut hat, so hatten wir doch ausreichend Schnee, um die Affen von jung bis alt im Schnee zu beobachten, uns an ihren Interaktionen zu erfreuen und sie zu fotografieren. Im Pool waren die Affen sogar deutlich leichter zu fotografieren, da das Wasser nicht so sehr gedampft hat wie normalerweise, wenn es 10 Grad kälter ist…
Anders als im letzten Jahr war der Lake Kusharo dieses Jahr wieder zu gefroren und so performten die Schwäne auf einer teilweise spiegelglatten Eisfläche. Besonders die etwas künstlerischen Fotos, die wir immer nach Sonnenuntergang machen, haben die Teilnehmer herausgefordert und es war nicht immer ganz leicht, den gewünschten Effekt zu erzielen. Wenn es dann aber einmal geklappt hat, war die Freude riesengroß…
Ein besonderes Erlebnis sind immer wieder die Steller Sea Eagles. Wer dieses Spektakel einmal miterlebt hat, wird für jede andere Fotolocation, die mit der Fotografie von Adlern wirbt, eher nur ein müdes Lächeln übrighaben. Bei uns wurde wegen starken Windes die Morning Tour erst einmal um 45 Minuten nach hinten verlegt. Dann sollte etwas weniger Wind sein. Was wir dann aber erlebten, war mehr als spektakulär. Der Wind pfiff über die Berge rüber, traf auf das Wasser, wirbelte es nach oben und nur wenige Meter nach dem Ufer tobte die See. Wie die Adler bei diesen Bedingungen noch fliegen konnten, erklärt sich mir nicht. Die nächsten 2 Morgen waren einfach traumhaft, mit wunderschönem Packeis, tollem Licht und unendlich vielen Adlern. Was hatten wir für ein Glück…
Besonders schön waren auch wie die Füchse auf der Notsuke. Wo sonst kann man Füchse so nah und schön im Schnee fotografieren? Auch wenn man immer ein wenig Glück braucht, um sie zu finden, so hatten wir genau dieses Glück und konnten superschöne Fotos machen.
Eines der großen Highlights von Hokkaido sind die Mandschurenkraniche, die stark vom Aussterben bedroht sind, aber in Japan ein wichtiges Symbol für Glück, Langlebigkeit, Treue und Frieden darstellen. Sie werden in der japanischen Kultur hoch verehrt und dementsprechend auch geschützt. Da die Kraniche im Winter gefüttert werden, gibt es einige Stellen, wo man sie hervorragend fotografieren kann. Besonders die Tänze direkt vor den Fütterungen sind unglaublich beeindruckend und ließen unsere Kameras nicht stillstehen. Immer wieder ein unglaublich schönes Erlebnis!
Am Ende der Reise gab es dann das Kontrast Programm – Tokyo! Ganze 3 Tage haben wir Tokyo erkundet, weil es einfach so unglaublich viel zu sehen gibt. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer versuche, möglichst viele Fotolocations aufzusuchen, was aber dazu führt, dass der Besuch von Tokyo nicht wirklich entspannend ist. Auch wenn die Metro hervorragend ist, waren wir doch häufig zu Fuß unterwegs und konnten nicht überall anhalten. Das war manchmal schade, aber nur so konnten wir möglichst viele der Highlights besuchen. Dieses Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter und der Blick vom Tokyo Skytree aus schwindelerregender Höhe war einfach atemberaubend. Aber auch die „Klassiker“ wie das Shibuya Crossing, Shinjuku, Ginza und die Bahnfahrt über die Rainbow Bridge, um nur einige Highlight zu nennen, waren auch diesmal wieder beeindruckend.
So bin ich mir sehr sicher, dass jeder Teilnehmer fotografisch viel lernen konnte und mit vielen, vielen tollen Fotos und intensiven Eindrücken nach Hause gereist ist.
Ich hingegen freue mich schon wieder auf die nächsten Reisen nach Japan 2027. Wer auch einmal mitkommen möchte, hat die Möglichkeit im Jahr 2028 dabei zu sein. Die Tour ist hier bereits online zu finden.
Viele Fotos von meinen Japan Touren findest du in der Japan Galerie.

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