Endlich geht es los - auf nach Bali! (03)


26.04.- 15.05.2023 (1. - 21. Reisetag)


Nach unserer wunderschönen Abschiedstour durch Deutschland ist endlich der 26.4.23 gekommen.

Unser jahrelang gepflegter und häufig wieder veränderte Plan soll nun in Erfüllung gehen. Wir fliegen tatsächlich los.

In den letzten Wochen besuchen wir Verwandte und Freunde, die uns mit viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft empfangen und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir stellen immer wieder fest, wie viele Menschen wir durch gemeinsames Reisen gut kennengelernt haben und welch starke Bindungen dadurch entstehen. Trotz aller Unterschiedlichkeit verbinden uns gemeinsame Erlebnisse, die meistens gar nicht extrem, sondern vor allem besonders sind. Mit wem kann man bis zu vier Wochen einen Urlaub verbringen, ohne sich zu streiten? Mit wem kann man kurzfristig feststellen, dass man sich besser für eine Zeit trennt, damit sich jeder wieder nach seiner Façon bewegen kann? Nach einer Pause treffen wir uns mit viel Freude wieder. Gemeinsames Kochen, Fotografieren, schwierige Strecken mit dem Auto oder am Berg meistern, viele Gespräche über alles, was einen bewegt, schweißen zusammen. Auch wenn wir uns jahrelang nicht treffen, können wir sofort wieder anknüpfen. Einfach toll! Wir danken euch allen für diese Erlebnisse und hoffen, dass wir davon noch viele mit euch und anderen Menschen haben werden.

Der Flug nach Bali verläuft ohne Zwischenfälle. Wir kommen erschöpft in Denpasar, der Hauptstadt der Insel an. Unser erstes Hotel liegt in Kuta, einem sehr bekannten Stadtteil der Stadt. Unsicher, ob wir die richtige Wahl getroffen haben, beziehen wir unsere erste Unterkunft in Indonesien. Es ist alles in Ordnung. Der Schimmel, den man beim Reinkommen sofort riecht, ist liebevoll übergestrichen. Meine nachgewiesene Schimmelallergie hält sich in den nächsten 3 Nächten freundlicherweise zurück. Ich schlafe gut, denn auch der Straßenlärm wird gut abgeschirmt.


Das Viertel, das als sehr rummelig und laut beschrieben wird, erweist sich für uns als guter Einstieg. Am ersten Tag organisiert Uwe mit viel Mühe erfolgreich einen Mietwagen. Die Vorstellung mit unseren 4 Reisetaschen, zwei Fotorucksäcken und zwei Laptoptaschen auf einem Moped zu reisen, reizt uns nämlich nicht. Für die 5 ½ Wochen auf Bali wollen wir unser Gepäck einschränken. Wir finden einen Storage, den wir uns erstmal genauer ansehen. Der Verkehr ist gewöhnungsbedürftig. Viele kleine Autos und Motorräder wälzen sich durch die Stadt. Insbesondere letztere fahren ein wenig chaotisch. Sie überholen sowohl links als auch rechts. Zum Überqueren der Straße muss man nicht nur auf den Linksverkehr achten, sondern auch viel Selbstbewusstsein zeigen. Wer einfach losgeht bzw. -fährt, gewinnt. Das kostet manchmal Überwindung. Die Einheimischen sind angenehm entspannt. Sie fahren zügig aber rücksichtsvoll.

Nachmittags organisieren wir uns in einem Spa unsere erste balinesische Massage. Sie ist die Beste, die wir bisher erlebt haben. Das fühlt sich gut an. Weitere werden folgen, die der ersten allerdings nicht das Wasser reichen können.

Am nächsten Tag bekommen wir das Mietauto und bringen 2 unserer Reisetaschen in den Storage. Der erste Ausflug ans Meer schließt sich an. Der Verkehr ist atemberaubend dicht. Es dauert gefühlte Ewigkeiten, vorwärtszukommen. Doch die beiden Buchten, die wir besuchen, sind sehr schön, wenn auch sehr gut besucht.

Auf dem Rückweg kommen wir in einen echten tropischen Regenschauer. Die Motorroller ertrinken fast im Regenwasser. So dauert die Rückfahrt noch länger und wir testen den Wagen bzgl. seiner Wasserfestigkeit aus.

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Am 3. Tag fahren wir nach Ubud, einer der touristischen Haupttreffpunkte der Insel. Wir treffen uns mit Felix Rachor und seiner Frau Lien, die mit ihrem kleinen Sohn auf ihrer Weltreise zurzeit auf Bali sind. Felix ist ein berühmter Fotograf, der weltweit anerkannt ist. Wir sitzen sage und schreibe 5 Stunden lang in einem Café beisammen und unsere Münder stehen nicht still.


Ab jetzt ist Erholung und Runterkommen angesagt. Uwe hat seit Juli 22 fast nur Fotoreisen und Reisevorbereitungen hinter sich gebracht. Das war mit viel Organisation und Verantwortung verknüpft und hat ihn zwar sehr bestätigt, aber auch ausgelaugt. Ich war auch sehr viel unterwegs, hatte Höhen und Tiefen, musste mit einem neuen Lebensabschnitt Freundschaft schließen, was nicht ganz einfach und sicher auch noch nicht zu Ende ist.

Wir haben jetzt die Mathis Lodge gebucht, die einfach wunderschön und luxuriös ist. Ein Bungalow ganz für uns allein lässt uns zur Ruhe kommen. Wir liegen am Pool rum, machen mal einen kleinen Spaziergang, gehen gut essen und genießen den Ausblick aufs Meer. Die anderen Gäste sind zurückhaltend und angenehm.

 


Nach 6 Nächten wechseln wir in ein einfacheres Hotel, das Tauchgänge anbietet. Uwe ist seit 15 Jahren nicht mehr getaucht und möchte seine Kenntnisse auffrischen. Das ist hier sehr viel preiswerter als in Australien. Zu seiner großen Freude hat er von Anfang an keine Schwierigkeiten, sondern kann gut an seine Erfahrungen anknüpfen. Ein besonderes Erlebnis ist für ihn der Tauchgang zum US Liberty Wrack, das er an einem Tag mit sehr klarem Wasser erleben kann. So einen wunderschönen Tauchgang hat er vorher noch nicht erlebt. Die Wiederholung am nächsten Tag ist eine Enttäuschung. Das Wasser ist trüb, die Strömung stärker, so dass es nicht mehr so viel Spaß macht.

Der Höhepunkt unserer Erholung ist dann die Samari Hill Villa. Sie liegt unweit des Meeres auf ca. 150m oberhalb des Meeresspiegels völlig abgelegen vom Tourismus. Die Villa ist von der Anlage und der Architektur her unglaublich beeindruckend. Wir haben sie ganz für uns und werden morgens mit Frühstück versorgt, der Pool wird gereinigt und das Haus geputzt. Das ist für uns sehr ungewohnt. Über die Mittagsstunden sind wir allein und gegen späten Nachmittag sind die beiden Angestellten wieder da, um uns das Abendessen zu richten. Das Essen ist jedes Mal sehr lecker und wir genießen diesen Service sehr. Hier finden wir die Ruhe jeden Morgen Sport - Yoga oder den Berg hoch und wieder runter joggen  - zu machen. Das tut ungemein gut. Die Abkühlung im Pool ist dann wohl verdienter Genuss!


Von der Villa aus machen wir einen Ausflug zum Banyu Wana Amertha Waterfall. Hierbei handelt es sich um eigentlich um 4 Wasserfälle, die man durch einen Abstieg erreicht. Zu unserer Überraschung bieten sich Motorradfahrer an, uns hinunter und auch wieder hinauf-zubringen. Als typisch deutsche Urlauber ist das natürlich ein No-Go. Wir laufen zügig hinunter, auch wenn es weiter als gedacht ist. Einer der Wasserfälle gefällt uns besonders. Das Wasser läuft über grüne Pflanzen und das Ganze sieht einfach wunderschön aus. Da wir nicht unbedingt mit der Absicht auf Bali sind, Fotos zu machen, haben wir nur ein Stativ dabei. So bin ich aufs Handy angewiesen, während Uwe die Chance hat, Profibilder zu produzieren.

 


Die Zeit vergeht wie im Fluge. Der Weg zum letzten Wasserfall muss noch bewältigt werden, als ein Blick auf die Uhr zeigt, dass wir uns wegen eines Termins beim Immigaration Office ein wenig beeilen müssen.

Ich gehe am Ende einfach vor und beginne den Aufstieg in Richtung Auto. Kurz bevor ich oben bin, holt Uwe mich schwitzend ein und ist völlig überrascht, dass ich nicht bei den Motorrädern auf ihn gewartet habe, damit sie uns nach oben bringen. Auf diese so nahe liegende Idee bin gar nicht gekommen.

Diese europäische Haltung wird sich im Laufe unseres Aufenthaltes noch grundlegend ändern. Die Scheu vorm Motorradfahren werde ich ablegen und mir immer sehr genau überlegen, ob es sich lohnt durch die gleißende Hitze völlig verschwitzt an ein Ziel zu kommen.

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Der Weg zum letzten Wasserfall muss noch bewältigt werden, als ein Blick auf die Uhr zeigt, dass wir uns wegen eines Termins ein wenig beeilen müssen.

Ich gehe am Ende einfach vor und beginne den Aufstieg in Richtung Auto. Kurz bevor ich oben bin, holt Uwe mich schwitzend ein und ist völlig überrascht, dass ich nicht bei den Motorrädern auf ihn gewartet habe, damit sie uns nach oben bringen. Auf diese so nahe liegende Idee bin gar nicht gekommen.

Diese europäische Haltung wird sich im Laufe unseres Aufenthaltes noch grundlegend ändern. Die Scheu vorm Motorradfahren werde ich ablegen und mir immer sehr genau überlegen, ob es sich lohnt durch die gleißende Hitze völlig verschwitzt an ein Ziel zu kommen.

Ein besonderes Erlebnis stellt für uns die Verlängerung des Visums auf 60 Tage dar. Bei der !!! Einreise erhält man nur 30 Tage. Da wir dafür aber mehrfach nach Denpasar zurückfahren müssten, brauchen wir einen Agenten. Über Empfehlungen von Felix Rachor erhalten wir einen Namen. Nach mehreren Whatsapps ist die Vereinbarung klar und eine Verabredung mit einer Agentin steht. Sie kommt an den Fuß der Mathislodge und holt unsere Pässe ab. Das ist ein sehr ungemütliches Gefühl, seine Identität einer völlig fremden Frau in die Hand zu drücken, ihr dafür noch Geld zu zahlen und für die Visa mitzugeben. Wir machen Fotos von ihr und ihrem Motorrad, lassen uns ihren Pass zeigen und drücken uns selbst die Daumen, dass das alles gut geht. Bevor wir ein paar Tage später in unsere Villa ziehen, müssen wir in Singaraja zum Passamt, um unsere 10 Fingerabrücke abzuliefern und ein Foto von uns machen zu lassen. Nach weiteren 3 Tagen können wir unsere Pässe mit einem 60-Tage-Visum tatsächlich abholen. Unsere Agentin ist absolut zuverlässig zu beiden Terminen da und hat vom Passamt unsere Pässe wieder in die Hand bekommen. Für uns ist das einfach unvorstellbar. Wir sind so von Misstrauen geprägt, dass es uns wie ein Wunder vorkommt, dass alles so reibungslos funktioniert.

Doch Uwe wäre nicht Uwe, wenn er die 5 ½ Wochen Erholung durchhalten würde. Eine Freundin hat ihm die Ausschreibungen zweier Indonesienreisen zugeschickt und er ist völlig begeistert. Zwar hat er den Eindruck, dass viele der Fotos sehr stark bearbeitet sind, möchte die Fotolocations aber trotzdem gern kennen lernen, um evt. selbst so eine Reise anbieten zu können. Ich muss wirklich lachen, denn ich konnte es mir von Beginn an nicht vorstellen, mit Uwe so lange „nur Urlaub“ zu machen. Jeder von uns nimmt sich selbst halt mit. Mit viel Energie und einigen Umwegen gelingt es Uwe, zwei indonesische Fotografen für unsere Scoutingtour anzuheuern. Sie schreiben uns ein gutes Angebot und wir verabreden uns in Yogyakarta auf der Insel Java.

Die letzten Tage auf Bali verbringen wir in der Nähe von Ubud und fotografieren mit Begeisterung direkt nach Sonnenaufgang die berühmten Reisterrassen. Tagsüber sind sie von Touristen überflutet, morgens aber sehr schön. Die Cafés dort bieten ein angenehmes Frühstück und ein weiteres Treffen mit Felix und Lien runden unsere Balitour erstmal ab.

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